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07.07.2025
Technik

3. Erfahrungsaustausch Entsorgung und Verwertung von Bauabfällen am 6. Juni 2025 in Friedewald

Am Tag nach der diesjährigen Jahreshauptversammlung fand zum dritten Mal in Folge unsere Fachveranstaltung zum Thema Entsorgung und Verwertung von Bauabfällen statt. Rund 50 Teilnehmende kamen zusammen, um sich über nachhaltiges Wirtschaften und zirkuläres Bauen zu informieren und auszutauschen.

Swen Meier, Geschäftsführer der Heinrich Rhode Tief- und Straßenbau GmbH und Landesvorsitzender der Fachgruppe Straßenbau verdeutlichte in seiner Begrüßung die Aktualität des Themas. Bei vielen Auftraggebern und Planer bestehe häufig Unsicherheit im Umgang mit dem Recycling von Baustoffen.

Anika Amberg, Syndikusrechtsanwältin beim Verband, informierte über erste Praxiserfahrungen mit der Ersatzbaustoffverordnung und die ungewollten Auswirkungen auf die Verwertung von Bodenmaterial sowie den Einsatz von Recyclingmaterial. Sie gab einen Überblick über die vom Verband zur Verfügung gestellten Praxishilfen und Informationsbroschüren zum Thema Ersatzbaustoffverordnung und Gefahrstoffverordnung.

Die Veranstaltung gliederte sich in drei Themenblöcke:

  1.  Entsorgung von Bauabfällen nach Gewerbeabfallverordnung
    – Was gilt und was kommt mit der Novellierung der Gewerbeabfallverordnung?

Dr. Frank Braunisch, Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

  1. Abfall als Ressource: Umsetzung relevanter Verordnungen im Bau

Katrin Mees, Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), Berlin

  1. Digitale Hilfen für das zirkuläre Bauen mit mineralischen Bau- und Abbruchabfällen

Armin Speidel, Leiter Kunden und Produkt, N1 Circular GmbH

Fazit und Ausblick

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Entsorgung und Verwertung von Bauabfällen komplexe Themen sind, die aufgrund europarechtlicher, nationaler und Länder-Vorgaben die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen. Gleichzeitig ist die Transformation hin zu einer zirkulären Bauwirtschaft eine Chance, die Bauunternehmen neue Geschäftsfelder und attraktive Aufträge eröffnen kann. Durch digitale Tools lassen sich die bürokratischen Hürden und Dokumentation abmildern und der Verwertungsprozess vereinfachen. Gerade für klein- und mittelständische Unternehmen, die nicht über mehrere Niederlassungen oder Standorte verfügen, ist ein digitales Netzwerk zum Bedarf und zur Verfügbarkeit von Recyclingmaterialien und Möglichkeiten der Entsorgung vorteilhaft. Swen Meier betonte abschließend die besondere Rolle der Auftraggeber, um die Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges Bauen bereits durch gute, vorausschauende Planung der Bauaufträge zu fördern. Insbesondere öffentliche Auftraggeber, die sowohl für Bau und Erhalt der Infrastruktur (wie z.B. Verkehr, Wasser- und Energieversorgung, Bildungsbauten) aber auch als Abfallerzeuger für die Entsorgung verantwortlich sind, haben es in der Hand, ob regionale Lösungen und Wertschöpfungen stattfinden können.

Alle Vorträge und weitere Dokumente zur Veranstaltung sind für Mitgliedsbetriebe hier abrufbar:

Vortragsfolien:

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Weitere Dokumente

Ihre Ansprechpartnerin:

Anika Amberg

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

Telefon: 069 / 958 09-350
E-Mail: amberg@bgvht.de

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