
Das Diagramm veranschaulicht das Ergebnis der diesjährigen Lehrstellenumfrage:
Mehr Lehrstellen als im Vorjahr – Offene Lehrstellen nehmen auch zu
Für 2026 wurden insgesamt 244 Lehrstellen gemeldet. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 229 Lehrstellen. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 7 %. Die Branche bestätigt damit weiterhin ihre Ausbildungsbereitschaft.
Parallel zur Zahl der angebotenen Lehrstellen steigt auch die Zahl der offenen Lehrstellen: Während im Vorjahr 165 Stellen unbesetzt waren, sind es aktuell 173 offene Lehrstellen. Die Quote liegt 2026 bei 71 % und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 72 %. Trotz der höheren Anzahl an Lehrstellen bleibt die Besetzungssituation somit weitgehend konstant.
Hochbau mit deutlichem Wachstum
Im Bereich Hochbau stieg die Zahl der Lehrstellen von 112 auf 124 Plätze. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen von 76 auf 86. Die Quote der offenen Lehrstellen bewegt sich mit 69 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (68 %). Der Hochbau bleibt weiterhin das wichtigste Ausbildungssegment.
Ausbau: Weniger Lehrstellen, aber deutlich höhere Anzahl unbesetzter Stellen
Im Ausbau ging die Anzahl der Lehrstellen von 19 auf 14 zurück. Auffällig ist jedoch die Entwicklung bei den offenen Stellen: Während im Vorjahr noch 53 % der Lehrstellen offen waren, liegt die Quote aktuell bei 86 %. Dies zeigt, dass die Besetzung der verfügbaren Ausbildungsplätze zunehmend schwieriger wird.
Tiefbau bleibt stabil
Im Tiefbau stieg die Zahl der Lehrstellen leicht von 98 auf 107. Die Quote der offenen Lehrstellen sank gleichzeitig von 79 % auf 70 %. Dies deutet darauf hin, dass die Lehrstellen im Tiefbau im Vergleich zum Vorjahr etwas besser besetzt werden konnten.
Gesamtfazit
Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt: Die Bauwirtschaft investiert weiterhin stark in die Ausbildung von Nachwuchskräften. Besonders erfreulich ist der Anstieg der angebotenen Lehrstellen. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, genügend geeignete Lernende für die offenen Ausbildungsplätze zu gewinnen. Vor allem im Ausbau besteht weiterhin großer Handlungsbedarf.
Lehrstellen offiziell melden!
Damit die problematische Lehrstellensituation des Baugewerbes vollständig sichtbar wird, sollten offene Lehrstellen konsequent der Arbeitsagentur gemeldet werden. Nur so fließen sie in die öffentlichen Lehrlingsstatistiken ein und bleiben nicht unsichtbar.
Lehrstellen erfolgreich besetzen!
Um die Besetzung der offenen Lehrstellen verbessern zu können, raten wir an, stark auf frühe Berufsorientierung, attraktive Schnupperangebote sowie eine aktive Präsenz an Schulen und Berufsmessen zu setzen. Gleichzeitig spielen eine moderne Ausbildung, persönliche Betreuung der Lernenden und die gezielte Ansprache von Jugendlichen über digitale Kanäle eine immer wichtigere Rolle.
Machen Sie sich sichtbar – dann werden Sie gesehen!
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