
Im Rahmen eines Assoziierungsabkommens wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass das Vereinigte Königreich ab 2027 wieder am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ teilnehmen kann.
Seit dem Brexit im Jahr 2020 hat das Vereinigte Königreich nicht mehr an dem EU-Bildungsprogramm Erasmus+ teilgenommen. Daher konnten Auslandspraktika im Rahmen der Berufsbildung in diesem Zielland im Wesentlichen nur noch über das Programm Ausbildung Weltweit des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert werden.
Durch ein am 15.04.2026 unterzeichnetes Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich wurden nunmehr die Grundlagen für die Teilnahme des Vereinigten Königreichs am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ ab 2027 geschaffen.
Darüber hinaus beabsichtigt auch die Schweiz, die im Jahr 2014 aus Erasmus+ ausgeschieden war, wieder im vollen Umfang an Erasmus+ teilzunehmen.
Eine Bestätigung des Schweizer Parlaments steht allerdings noch aus.
Die Teilnahme von zwei attraktiven Partnerländern wie dem Vereinigten Königreich und der Schweiz an Erasmus+ schafft gute Voraussetzungen, die Förderung von Auslandspraktika im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung weiter auszubauen. Davon profitieren auch Handwerksbetriebe, die Lernaufenthalte im Ausland zunehmend als ein Instrument zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften nutzen.
Damit zukünftig mehr Nachwuchskräfte aus dem Handwerk einen Lernaufenthalt im Ausland absolvieren können, sind kompetente Beratungs- und Unterstützungsstrukturen notwendig, auf die Betriebe zurückgreifen können.
Deshalb ist es erforderlich, dass das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Netzwerk der Kammern Berufsbildung ohne Grenzen (BoG), sowie entsprechende Landesprogramme, weiter ausgebaut und verstetigt werden.
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