
- Ergebnis der Umfrage zur Lehrstellensituation im Ausbildungsjahr 2025/2026
- Lehrlingszahlen in Hessen – Stichtag 31. Januar 2024
Wie bereits in den Vorjahren fällt auch das diesjährige Ergebnis unserer Umfrage zum Ausbildungsplatzangebot in der Bauwirtschaft wenig erfreulich aus. Zwar sind die Zahlen im Gegensatz zur Vorjahrsumfrage relativ stabil, aber es gibt keine Anzeichen eines Aufschwungs.
Von den 229 gemeldeten Lehrstellen, die uns zurückgemeldet wurden, stehen noch 177 offen, somit 77 %. In den einzelnen Gewerken ist der Tiefbau, dasjenige, welches die höchste Vakanz aufweist, hier sind noch 85 % (2024: 79 %) der angebotenen Ausbildungsstellen unbesetzt. Danach folgt der Hochbau mit 75 % (2024: 71 %) und der Ausbau mit 53 % (56 %).
Einige Betriebe waren optimistisch gestimmt, dass sie ihre Lehrstellen noch besetzt bekommen, während andere bereits resigniert haben. Wir hoffen, dass sich die Zahl an Ausbildungsverträgen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres weitaus positiver darstellen wird als heute.
Erhebung des HHT: Lehrlingszahlen Hessen im Bereich Bau und Ausbau
(Stichtag 31.12.2024)
-Zusammenfassung-
In Hessen wurden bis zum 31.12.2024 insgesamt 9.364 Ausbildungsverträge neue abgeschlossen, dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von -1,8 %.
Im Bau und Ausbau haben 1.695 Auszubildende eine Lehre begonnen, dies sind rund 7 % weniger als 2023. Der Anteil der Handwerksgruppe an allen abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in Hessen liegt bei 18,1 % und stellt nach Elektro und Metall den zweitgrößten Ausbildungsbereich dar.
Bei allen stärker vertretenen Bauberufen liegt die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge unterhalb des Vorjahresniveaus: Maurer/in = – 17,4 %, Zimmerer/in = – 19,3 %, Straßenbauer/in = – 20,3 % und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in = – 40,5 %!
Der Beruf Zimmerer/in ist 2024 der einzige Bauberuf unter den zehn am stärksten besetzten Handwerksberufen und belegt Platz 10. Weitere Bauberufe tauchen weder in der Spitzengruppe noch bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen auf.
Die überwiegende Zahl der Auszubildenden im Bau- und Ausbaubereich kommt von der Hauptschule (48,8 %), gefolgt von der Realschule (31,9 %), danach Schüler mit Abi/FOS
(11,4 %) und letztendlich die ohne Abschluss und Sonstige (7,9 %).
Der Anzahl der weiblichen Auszubildenden steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an und lag Ende 2024 bei 9,9 %. Der Anteil ausländischer Auszubildenden lag zum Erhebungszeitpunkt bei 13,9 %.
Eine Auflösung der Ausbildungsverhältnisse nach der Probezeit wurde bei 14,2 % vorgenommen.
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