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28.08.2025
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Politik und Bauverbände im Austausch – Sommerfest der hessischen Bauwirtschaft in Dreieich

Beim diesjährigen Sommerfest der hessischen Bauwirtschaft trafen sich auf Einladung von neun Verbänden Unternehmer, Politik und Verbandsvertreter, um sich über die aktuellen Herausforderungen in der Baubranche auszutauschen. In der Eventlocation area3 in Dreieich begrüßten die gastgebenden Verbände aus dem Bereich Hoch- und Tiefbau, Ausbau, Garten- und Landschaftsbau und der Bauwirtschaft rund 150 Gäste.

Thema war unter anderem das von der Bundesregierung neu eingerichtete Sondervermögen. Thomas Reimann, Präsident des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., sagte zum Auftakt: „Hessen wird mit etwa 7,5 Milliarden Euro innerhalb der nächsten 12 Jahre ausgestattet. Unsere Erwartungen daran sind enorm. Denn wenn es in konkrete Maßnahmen mündet, die den Wohnungsbau ankurbeln, unsere Infrastruktur modernisieren und den Mittelstand miteinbeziehen – dann kann es zu einem wahren Wirtschaftsmotor werden. Dies kann unserer Meinung nach vor allem auf der kommunalen Ebene gelingen. Die mediale Diskussion der letzten Wochen hat gezeigt, dass die Frage der Verteilung der hessischen Mittel noch nicht geklärt ist. Investitionen auf lokaler Ebene wirken doppelt. Sie verbessern die Lebensqualität der Menschen vor Ort und gleichzeitig stärken sie die lokale Wirtschaftskraft. Wir fordern deshalb, 70% der Mittel an die Kommunen weiterzugeben.“

Das hessische Wirtschaftsministerium wurde vertreten durch Staatssekretärin Ines Fröhlich, die in ihrer Rede die dringende Kehrtwende zur Entbürokratisierung des Bauens betonte: „Die Hessische Landesregierung hat sich das klare Ziel gesetzt, Bauen in allen Bereichen unbürokratischer zu gestalten und damit Abläufe zu beschleunigen und den Unternehmen wieder Luft und Kapazitäten zum „unternehmen“ zu geben und gleichzeitig Kosten für Personal und Zeit zu sparen. Wir wollen auch mit Ihnen im übertragenen Sinn ein stabiles Fundament gießen, auf das wir gemeinsam bauen können. Ein Fundament für unseren Wirtschaftsstandort, denn das Baugewerbe ist in Hessen ein zentraler Wirtschaftsfaktor – mit ihrer Leistung tragen Sie ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei. Dafür braucht es optimale Rahmenbedingungen, weswegen wir mit klarer Botschaft die Entbürokratisierung für unsere Unternehmen und unsere Bürgerinnen und Bürger im Fokus haben. Dazu gehört der Wegfall von unnötigen Schriftformerfordernissen, die Abschaffung unnötiger Berichtspflichten oder die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren ebenso wie die praxisnahe Vereinfachung von Förderverfahren.“

Bernhard Pilz, stellvertretender Vorsitzender Hessenbeton e.V. und Arbeitgeberverband Steine und Erden Hessen und Thüringen e.V. gab in seinem Schlusswort einen Ausblick in die gemeinsame Zukunft: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Branche gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln. Und dies ist wichtiger denn je, denn die Baugenehmigungen in Hessen haben sich seit 2021 halbiert. Gleichzeitig sind die Baukosten seit 2021 um ein Drittel gestiegen. Das ist keine Entwicklung, die wir einfach so hinnehmen können. Das ist ein Signal zum Handeln. Und das geht nur durch die Kombination aus Bundesmitteln und dem hessischen Fokus auf pragmatische Lösungen. So schaffen wir Tempo auf unseren Baustellen. Wenn Wirtschaft und Politik hier weiter an einem Strang ziehen, blicke ich positiv in die Zukunft. Denn eines ist sicher: Wenn wir loslegen, bleibt kein Stein auf dem anderen.“

Beim anschließenden BBQ-Buffet und Live-Musik standen Kontaktpflege und Austausch im Vordergrund.

Ihre Ansprechpartnerin:

Anna Dieckhöfer

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 069 / 958 09-224
E-Mail: dieckhoefer@bgvht.de

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