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13.05.2024
Allgemein

PWC-Studien: Nachhaltigkeit, Taxonomie und Digitalisierung

PriceWaterhouseCooper (PwC) hat eine neue Studie über die deutsche Bauwirtschaft unter dem Titel „Die Bauindustrie in Krisenzeiten: Fortschritte bei ESG, Stillstand bei der Digitalisierung. Eine PwC-Studie zum Umgang der Baubranche mit den aktuellen Herausforderungen“ veröffentlicht.

Die Ergebnisse zeichnen ein Stimmungsbild der Branche auf Basis einer empirischen Erhebung mit 100 Bauunternehmen, Planern und Projektsteuerern. Inflation, hohe Zinsen, Ressourcenknappheit und Klimakrise haben deutliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Unternehmen. Die Studie zeigt, dass jedes zweite befragte Unternehmen die Auswirkungen dieser multiplen Krise deutlich spürt. Während die Einführung digitaler Technologien in der Branche stockt, gibt es Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Die größten Herausforderungen der Bauwirtschaft liegen derzeit bei Preisschwankungen, Kostendruck und Fachkräftemangel.
  • Weniger als die Hälfte der Befragten (45 %) empfinden den Digitalisierungsgrad in der Branche als hoch, was einen Rückgang um 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
  • 9 von 10 Unternehmen sehen im Know-how ihrer Mitarbeiter und beim Fachkräftemangel die größten Hürden für die Nutzung digitaler Lösungen.
  • 70 % der befragten Unternehmen haben ESG-Standards eingeführt, was einem Anstieg um 9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Lediglich 11 % haben angegeben, keine ESG-Ziele zu haben.

Die Studie finden Sie hier:

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EU-Taxonomieberichterstattung 2023

In der zweiten Studie hat PwC die für 2022 gemeldeten Taxonomiequoten europäischer Unternehmen analysiert.

Die drei meldepflichtigen Taxonomiequoten sind:

  • Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes / Gesamtumsatz
  • Anteil der Investitionen für taxonomiekonforme Tätigkeiten / Gesamtinvestitionen
  • Anteil der nicht-investiven Betriebsausgaben für taxonomiekonforme Tätigkeiten / Betriebsausgaben

Für den Immobiliensektor stellte PwC folgendes fest:

Die Unternehmen aus dem Immobiliensektor (real estate) meldeten hohe Anteile „taxonomiefähiger“ Aktivitäten. Mehr als 60 % des Unternehmensumsatzes entfiel auf Tätigkeiten, die in der Taxonomie gelistet sind (der Durchschnitt über alle Branchen lag bei 26 %). Der Anteil des Umsatzes, der konform zu den Taxonomiekriterien erzielt wurde, lag dagegen nur bei 15 % (der Durchschnitt über alle Branchen bei 7 %). PwC geht davon aus, dass dies an den strengen Taxonomiekriterien insbesondere für Neubau und Bestandsbau liegt.

63 % der Investitionen entfielen auf Tätigkeiten, die in der Taxonomie gelistet sind. Der Anteil der Investitionen, der darauf abzielt, dass diese Tätigkeiten taxonomiekonform ausgeführt werden können, lag dagegen nur bei 6 %. Für die Taxonomietätigkeit 7.1 „Bau neuer Gebäude“ lagen die Zahlen sogar bei 68 % (taxonomiefähig) und 4% (taxonomiekonform).

37 % der nicht-investiven Betriebsausgaben entfielen auf Tätigkeiten, die in der Taxonomie gelistet sind. Der Anteil der nicht-investiven Betriebsausgaben, der auf taxonomiekonforme Tätigkeiten abzielt, lag bei 5 %.

Der Immobiliensektor ist laut Studie diejenige Branche mit dem höchsten Anteil in der Taxonomie gelisteter Tätigkeiten, weist aber ebenso wenig taxonomiekonforme Umsätze oder Investitionen aus wie andere Branchen. Die „Schere“ zwischen taxonomie-fähig und taxonomiekonform ist bei Immobilienunternehmen demnach besonders groß.

Die Studie finden Sie hier:

Dateityp

PWC-Studie EU-Taxonomieberichterstattung 2023

eu-taxonomy-study_PWC_2023.pdf

Ihr Ansprechpartner

Markus Geiser

Betriebswirtschaft

Telefon: 069 / 958 09-170
E-Mail: geiser@bgvht.de

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