
In einem Positionspapier zur Gesundheitspolitik fordert die SPD jüngst einen Paradigmenwechsel zur Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung. Beiträge zur Krankenversicherung sollen nicht nur auf Löhne, Gehälter und Renten, sondern auch auf Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen erhoben werden. So sollen die Krankenkassenbeiträge sinken.
Verbandspräsident Thomas Reimann zu den jüngsten Vorschlägen: „In der angespannten Situation des Wohnungsmarktes kommt der SPD-Vorstoß, Mieteinnahmen künftig mit Krankenkassen- und Pflegebeiträgen zu belasten zu Unzeiten.
Eine solche Abgabe würde die ohnehin angespannten Kostenstrukturen privater Vermieter massiv belasten und zwangsläufig zu höheren Mieten führen. Die meisten privaten Vermieter erwirtschaften nur geringe Renditen, die zusätzlichen Abgaben können nicht aufgefangen werden, ohne dass dies auf die Mieterinnen und Mieter durchschlägt.
Statt den Wohnungsmarkt weiter zu verteuern, sollte die Politik Reformen zur Finanzierung der Sozialversicherung prüfen, ohne das Wohnen unerschwinglich zu machen. Alle Eingriffe, die die Attraktivität des Wohnungsbaus weiter schmälern, verstärken die Nachfragekrise in diesem Sektor nur.
Die Bauwirtschaft und der Wohnungsbau stehen ohnehin unter erheblichem Druck. Wir müssen zeigen, dass sich Bauen weiterhin lohnt – sonst werden die Bauzahlen weiter sinken. Der SPD-Vorschlag ist hierbei ein Signal in die falsche Richtung.
Die Politik hat wichtige Reformen verschlafen hat bzw. keine tragfähigen Ideen. Wir treten auf eine zarte Pflanze, die sich nach vielen Jahren aufmacht, wieder eine Blüte werden zu können – ich spreche vom bezahlbaren Wohnraum.“
Sein Statement wurde auch in der ntv-Sondersendung am 17.02.2026 aufgegriffen.
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