
Turnusmäßig haben wir auch im Frühjahr 2026 unsere Konjunkturumfrage gemeinsam mit weiteren Landesverbänden und dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) durchgeführt. Die Umfrage hat in einer Zeit stattgefunden, die von geopolitischen Verwerfungen, steigenden Energiepreisen und einer anhaltenden Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand geprägt ist. An der Umfrage haben sich 1.159 Unternehmen aus allen Bausparten beteiligt. Wir bedanken uns bei allem teilnehmenden Betreiben für Ihre Zeit und Ihre Einschätzung. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wesentlichen Ergebnisse vor.
Inhalte der Konjunkturumfrage
Gut die Hälfte der Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Hochbau tätig (49,7 %), ca. 20,6 % im Hoch- und Tiefbau, knapp 15 % nur im Tiefbau. Dem Ausbau rechnen sich ca. 15 % der Teilnehmer zu. Gut 60 % der teilnehmenden Unternehmen haben weniger als 20 Beschäftigte, knapp 40 % haben 20 und mehr Beschäftigte. Im Bauhauptgewerbe insgesamt haben dagegen 90 % der Betriebe 20 oder weniger Beschäftigte; größere Unternehmen sind in der Umfrage damit etwas überrepräsentiert.
Die seit 2022 erkennbare Verschiebung der Geschäftsanteile vom Neubau zum Bestand setzt sich fort, hat sich jedoch verlangsamt. Im Frühjahr 2026 erzielen 33,3 % der Unternehmen ihre Umsätze überwiegend im Neubau. Im Frühjahr 2022 waren es noch 46,3 %. Der Bestandsanteil liegt nun bei 34,9 %; er hatte im Vorjahr mit 37,4 % seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Knapp ein Drittel der Unternehmen ist nach wie vor zu etwa gleichen Teilen im Neubau und im Bestand tätig.
Beurteilung der Geschäftslage, Geschäftserwartungen und Auftragsbestands
Die derzeitige Geschäftslage wird insgesamt nur noch von 53,9 % der Unternehmen mit „Gut“ oder „Befriedigend“ eingestuft (56,7 % im Vorjahr). Der Anteil der Schlechturteile ist von 43,4 % auf 46,1 % gestiegen. Die Guturteile (15,0 %) liegen damit weit unter den Schlechturteilen (46,1 %). Die im Frühjahr 2025 angedeutete leichte Erholung hat sich nicht verstetigt.
Im Wohnungsbau stagniert die Lagebeurteilung auf niedrigem Niveau. Knapp die Hälfte der hier tätigen Unternehmen (49,0 %) bewertet die Lage als schlecht, lediglich 17,0 % als gut. Im Frühjahr 2025 lag der Schlechtanteil bei 49,6 %. Eine Verbesserung ist ausgeblieben.
Die Auftragseingangsdaten des Statistischen Bundesamtes für Januar 2026 weisen ein Orderminus von rund 15 % gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Demnach trägt der zarte Aufschwung bei den Baugenehmigungen noch nicht selbst.
Der Bau-Turbo, der seit dem 30. Oktober 2025 in Kraft ist, ist in diesem Segment noch nicht angekommen: 49,4 % der Unternehmen spüren keinerlei Wirkung, nur 0,9 % berichten von Bau-Turbo-Effekten in erheblichem Umfang.
Der Wirtschaftsbau bleibt in einer hartnäckigen Schwächephase. Mit 51,6 % Schlechturteilen und nur 9,5 % Guturteilen überwiegen die negativen Rückmeldungen deutlich (2025: 49,3 % schlecht).
Die strukturelle Nachfrageschwäche in der Industrie setzt sich unvermindert fort und drückt die Investitionsbereitschaft in Wirtschaftsgebäude weiter nach unten.
Besonders kritisch ist die Lage im öffentlichen Hochbau. Mit einem Schlechtanteil von 61,4 % und nur 6,6 % Guturteilen verzeichnet diese Sparte die schwächsten Beurteilungen überhaupt. Kommunale Haushaltsnot und fehlende Planungskapazitäten in den Bauverwaltungen führen dazu, dass selbst vorhandene Mittel nicht in Aufträge umgesetzt werden.
Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) kommt an den Baustellen nicht an: 80,4 % der Unternehmen berichten von keinerlei wahrnehmbarer Zunahme öffentlicher Auftragsvergaben, nur 4,0 % spüren eine Belebung. Nach Erkenntnissen des ifo Instituts flossen 2025 rund 95 % der im Rahmen des SVIK aufgenommenen Schulden (24,3 Mrd. Euro) nicht in zusätzliche Infrastrukturinvestitionen, sondern wurden faktisch zur Haushaltssicherung genutzt.
Zusätzlich erhalten die Kommunen laut einer ifo-Studie lediglich rund 12 % der SVIK-Mittel, obwohl sie über 50 % der öffentlichen Investitionslast tragen und ihr dokumentierter Investitionsstau 215 Mrd. Euro beträgt.
Im Straßenbau hat sich die Lagebeurteilung weiter verschlechtert; der Schlechtanteil stieg von 39,5 % auf 45,9 %. Die Auftragseingangsdaten für Januar 2026 weisen ein Orderminus von rund 18 % gegenüber dem Vorjahresmonat aus, und dass ein Jahr nach Ankündigung des SVIK. Die Mittel sind vorhanden, die Aufträge fehlen. Jede weitere Verzögerung bei der Vergabe kostet Zeit, die für die Sanierung des deutschen Straßennetzes nicht vorhanden ist.
Im sonstigen Tiefbau bleibt die Lagebeurteilung vergleichsweise moderat: 21,2 % gut, 48,0 % befriedigend, 30,8 % schlecht. Energie- und Infrastrukturprojekte stützen hier weiterhin die Nachfrage, wenngleich die Auftragsreichweite auch in dieser Sparte von 17 auf 14 Wochen zurückgegangen ist. Im Ausbau fällt die Lagebeurteilung mit 24,9 % Guturteilen noch am positivsten aus; gleichwohl ist der Schlechtanteil von 22,7 % auf 27,8 % gestiegen.
Bei den Erwartungen zur Geschäftsentwicklung hat sich die Stimmung in allen Bausparten merklich eingetrübt. Insgesamt erwarten nur noch 8,9 % eine bessere Entwicklung (12,2 % im Vorjahr), während 34,7 % eine Verschlechterung annehmen (2025: 24,7 %). Negative Erwartungen überwiegen positive damit um das Vierfache.
Am stärksten betroffen ist der Wirtschaftsbau mit 37,6 % Schlechtererwartungen (2025: 27,6 %) und nur 6,0 % Bessererwartungen. Im Wohnungsbau erwarten 35,6 % eine schlechtere Entwicklung (2025: 23,7 %), im Straßenbau 36,6 %. Den vergleichsweise optimistischsten Ausblick zeigt der Ausbau mit 26,2 % Schlechtererwartungen und 12,4 % Bessererwartungen.
Die Auftragsbestände bleiben unzureichend. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Bestände als zu klein einstufen, ist von 50,2 % auf 51,4 % gestiegen. Im öffentlichen Hochbau bezeichnen 65,8 % der Unternehmen ihre Auftragsbestände als zu klein, im Wirtschaftsbau 60,7 %, im Wohnungsbau 50,2 %. Entspannter ist die Lage im Ausbau (36,7 % zu klein) und im sonstigen Tiefbau (38,2 % zu klein).
Die Auftragsreichweiten haben sich in nahezu allen Sparten verkürzt: Im sonstigen Tiefbau von 17 auf 14 Wochen, im Straßenbau von 15 auf 13 Wochen, im Wirtschaftsbau von 13 auf 12 Wochen, im Wohnungsbau von 15 auf 14 Wochen, im Ausbau von 14 auf 13 Wochen. Nur im öffentlichen Hochbau blieb die Reichweite mit 12 Wochen stabil auf niedrigem Niveau.
Besorgniserregend ist die Entwicklung der Geräteauslastung. Sie ist in allen Sparten wesentlich gesunken: im Hochbau von 60 % auf 44,6 %, im Tiefbau von 64 % auf 49,2 %, im Ausbau von 58 % auf 43,3 %. Das sind in allen Sparten die niedrigsten Werte des gesamten Betrachtungszeitraums seit 2022.
Umsatz-, Preis- und Kapazitätsentwicklung
Die Umsatzerwartungen für 2026 bleiben verhalten. Mit ca. 18 % rechnet ein etwas größerer Anteil als im Vorjahr (14,6 %) mit höheren Umsätzen; gleichwohl erwarten rund 50 % der Unternehmen sinkende Umsätze. Im öffentlichen Hochbau rechnen 58,1 % mit einem Rückgang, im Wirtschaftsbau 54,1 %, im Wohnungsbau 47,5 %. Im Straßenbau (48,8 % rückläufig) und im Ausbau (40,4 % rückläufig) ist das Bild etwas weniger düster. Einzig der sonstige Tiefbau zeigt mit 42,8 % unveränderter oder höherer Umsatzerwartung noch eine gewisse Stabilität.
Die Einkaufspreise sind im Frühjahr 2026 massiv gestiegen. 94,2 % der Unternehmen berichten von gestiegenen Einkaufspreisen, davon 52,7 % von deutlichen Anstiegen. Hintergrund sind Energie- und Rohstoffpreisanstiege infolge geopolitischer Verwerfungen, insbesondere die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Erdöl- und Bitumenpreise sowie massiv gestiegene Kraftstoffkosten.
Diesel als Hauptbetriebsmittel des Baugewerbes ist zum zentralen Kostentreiber geworden. Der vom Bundestag beschlossene Tankrabatt von 17 Cent je Liter Diesel zum 1. Mai 2026 federt den Druck allenfalls ab; er löst keines der grundsätzlichen Probleme. Was die Branche braucht, sind strukturelle Entlastungen, die nicht kurzfristig wieder abgeräumt werden können.
Für die kommenden Monate rechnen 97,0 % der Unternehmen mit weiteren Preissteigerungen im Einkauf, davon 73,1 % mit deutlichen Anstiegen. Das ist der höchste Erwartungswert, der in unserer Umfrage je gemessen wurde.
Bei einzelnen Produktgruppen sind die Preisbelastungen besonders ausgeprägt. Für Entsorgungsleistungen von Bauschutt sehen 82,2 % der Unternehmen hohe oder sehr hohe Preise, für Kunststoffe 81,3 %, für Bitumen 75,9 %, für Beton und Zement 74,5 %, für Entsorgung von Böden 76,3 %. Die Verfügbarkeit der Einkaufsprodukte ist dagegen überwiegend gegeben; lediglich bei Bitumen (47,1 % problemlos) und Kunststoffen (51,0 % problemlos) gibt es nennenswerte Einschränkungen.
Der Einkaufspreisdruck treibt nun auch die Verkaufspreise für Bauleistungen. In den vergangenen drei Monaten haben 42,8 % der Unternehmen ihre Preise erhöht; für die kommenden Monate planen 55,5 % Erhöhungen. Damit hat sich der Anteil der Preiserhöhungsabsichten gegenüber dem Vorjahr (ca. 31,8 %) deutlich ausgeweitet.
Gleichwohl sieht sich ein Teil der Unternehmen angesichts des harten Wettbewerbs um Aufträge nicht in der Lage, die gestiegenen Kosten vollständig weiterzugeben. Freitextantworten beschreiben Submissionen mit Angebotsabschlägen von 20 bis 40 % gegenüber wirtschaftlichen Preisen. Das ist ein Preiswettbewerb, der langfristig die Substanz der Betriebe gefährdet.
Trotz der angespannten Lage wollen die Unternehmen ihre Kapazitäten mehrheitlich halten. 69,7 % planen keine Veränderung beim Beschäftigtenstand; 16,9 % wollen aufstocken, 13,4 % reduzieren. Per Saldo schlägt hier der positive Stimmungswandel gegenüber dem Tiefpunkt 2024 (22,3 % Reduktionsabsichten) durch.
Die Ausbildungsbereitschaft hat erkennbar zugelegt: Etwa 27,4 % der Unternehmen wollen die Zahl der Lehrlinge erhöhen (2025: 25,4 %), nur 15,2 % wollen sie verringern. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze bleibt mit fast 50 % der Rückmeldungen sehr hoch.
Die derzeit geringe Kapazitätsauslastung drückt weiter auf die Investitionsbereitschaft in Maschinen und Geräte. Nur 10,1 % der Unternehmen wollen hier ihre Investitionsbudgets aufstocken, 36,2 % sehen sich veranlasst zu kürzen. Im Vorjahr waren es noch 33,6 %.
Bemerkenswert bleibt, dass die Unternehmen ihre Investitionen in die Digitalisierung per Saldo eher erhöhen als senken: Gut ein Fünftel der Unternehmen will die Budgets erhöhen (21,4 %), etwa ein Viertel senken (26,2 %).
Baubehinderungsgründe und Sonderfragen
Unter den rückgemeldeten Baubehinderungsgründen halten fehlende Aufträge und gleichzeitig ein Arbeitskräftemangel mit jeweils über 50 % der Rückmeldungen die Spitzenplätze. Fehlende Aufträge nennen 50,0 % der Unternehmen (2025: 51,5 %), Arbeitskräftemangel bei Facharbeitern und Hilfsarbeitern 54,4 % (2025: 52,4 %).
Neu und in dieser Größenordnung beispiellos ist der Anstieg der Lieferschwierigkeiten und Materialpreissteigerungen als Behinderungsgrund: von 7,2 % im Vorjahr auf nunmehr 33,4 %. Dieser Sprung um mehr als 26 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres spiegelt die geopolitisch induzierten Preisverwerfungen unmittelbar wider und ist ein Warnsignal für die kommenden Monate.
Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren kommen auf Platz drei und haben dabei gegenüber dem Vorjahr von 45,4 % auf 42,2 % leicht nachgegeben. Dass dieser Wert trotz des in Kraft getretenen Bau-Turbos kaum gesunken ist, belegt, wie weit die tatsächliche Beschleunigung der Genehmigungsprozesse hinter dem gesetzgeberischen Anspruch zurückbleibt. Zudem wird weiter ein hoher Krankenstand beklagt; ca. 25,4 % der Rückmeldungen.
Angesichts der nachhaltigen Auftragsschwäche, insbesondere im Hochbau, waren Sonderfragen weiter auf die Perspektiven zur Beschäftigtenentwicklung ausgerichtet. Kurzarbeit haben bisher ca. 12,4 % der Unternehmen beantragt. Im Vorjahr waren das noch 14,4 %. Weitere 13,3 % der Befragten rechnen damit, noch im Jahresverlauf 2026 Kurzarbeitergeld beantragen zu müssen; 38,0 % können das noch nicht absehen. Betriebsbedingte Kündigungen haben bislang 5,9 % der Unternehmen ausgesprochen (2025: 6,9 %); weitere 7,3 % schließen dies nicht aus. Insgesamt bleibt die Unsicherheit über zu ergreifende Personalmaßnahmen hoch. Jeweils mehr als ein Drittel der Unternehmen kann noch nicht absehen, ob Kurzarbeit beantragt wird bzw. Kündigungen ausgesprochen werden.
Einordnung
Die Umfrageergebnisse bestätigen: Im Wohnungsbau haben wir vor allem ein Mengenproblem. 2025 wurden bundesweit nur rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Das ist der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt, bei einem Bedarf von rund 400.000 Wohnungen im Jahr. Dass gleichzeitig fast die Hälfte der im Wohnungsbau tätigen Unternehmen ihre Lage als schlecht bewertet und die Auftragseingänge im Januar 2026 um rund 15 % unter dem Vorjahr lagen, zeigt: Der Markt dreht sich nicht von selbst. Wer die Lücke schließen will, darf Förderung nicht allein an immer höhere energetische Standards knüpfen, sondern muss Menge und Qualität zusammenführen.
Drei Hebel wirken kurzfristig: Erstens muss die KfW-Neubauförderung, also Effizienzhaus 55 in Verbindung mit erneuerbarer Wärme, über den 30. Juni hinaus verlängert, aufgestockt und in den Konditionen nachgeschärft werden; sonst löst sie keine Bauanfänge aus. Zweitens gilt es, den Bauüberhang zu aktivieren: Ende 2025 lagen rund 453.000 genehmigte, aber noch nicht begonnene Wohnungen vor. Das ist mehr als ein kompletter Jahresbedarf, der sich mit befristeten Sonderkonditionen für einen schnellen Baustart heben lässt, ohne ein einziges neues Planungsverfahren. Drittens müssen wir die Investitionsfähigkeit privater Haushalte stärken, etwa durch einen Grunderwerbsteuer-Freibetrag beim selbstgenutzten Ersterwerb. Sozialer Wohnungsbau und Eigentumsförderung sind dabei kein Widerspruch; beide entspannen den Markt. Der angekündigte „Wohnungsbau-Turbo“ muss jetzt endlich anlaufen.
Was für den Wohnungsbau gilt, gilt für die Infrastruktur erst recht: Das Geld ist da, aber es kommt nicht an. Mit dem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro hat die Bundesregierung eine historische Chance geschaffen. Und im ersten Jahr droht sie, diese zu verspielen. Der Monitoringbericht, den das Bundesfinanzministerium Anfang Juni vorgelegt hat, ist ernüchternd: Von gut 37 geplanten Milliarden sind 2025 nur 24 abgeflossen. An Länder und Kommunen: kein einziger Euro.
Unsere Umfrage zeigt, dass 80,4 % der Unternehmen keinerlei wahrnehmbare Zunahme öffentlicher Auftragsvergaben spüren. Auf unseren Baustellen ist von diesem historischen Impuls bislang viel zu wenig angekommen.
Schlimmer noch: Schon heute werden im Verkehrsbereich Vorhaben über das Sondervermögen bezahlt, die gestern noch im Kernhaushalt standen. Das ist keine zusätzliche Investition, sondern eine Umbuchung. Wer nur zwischen den Töpfen verschiebt, betreibt keine Infrastrukturpolitik, sondern Haushaltskosmetik.
Am Ende bleiben kreditfinanzierte Zinslasten, aber kein einziger zusätzlicher Auftrag. Deshalb muss die Zehn-Prozent-Investitionsquote im Vollzug erreicht werden, gemessen an dem, was tatsächlich verbaut wird, nicht an Soll-Zahlen auf dem Papier.
Und das Geld allein reicht nicht. Betriebe investieren in Maschinen, Personal und Ausbildung nur, wenn sie über Jahre mit verlässlichen Aufträgen rechnen können. Das belegen auch die eingebrochenen Investitionsabsichten in Maschinen und Geräte, die unsere Umfrage ausweist.
Wir brauchen verlässliche, überjährige Finanzierung, etwa einen Verkehrsinfrastrukturfonds, der über die Laufzeit des Sondervermögens hinausträgt. Und wir brauchen das Geld dort, wo der Investitionsstau am größten ist: in den Kommunen. Die Kapazitäten der Bauwirtschaft stehen bereit. Was fehlt, ist nicht die Schuldenaufnahme. Was fehlt, ist, dass tatsächlich gebaut wird. Denn nur dann investiert Deutschland in seine Zukunft.
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