
Das Mittelstand-Digital Magazin hat in der Reihe „Wissenschaft trifft Praxis“ eine Sonderausgabe mit Aufsätzen veröffentlicht, die sich mit nachhaltigem Wirtschaften in Unternehmen, dem Weg dorthin und der damit verbundenen Digitalisierung befassen.
Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Klimawandel zu bremsen, ist eine große gesellschaftliche Herausforderung und erfordert die aktive Mitarbeit in den Unternehmen. Man spricht auch von der notwendigen „Transformation der Unternehmen“ hin zu nachhaltigen Unternehmen. Viele Unternehmen gehen bereits mit gutem Beispiel voran und setzen dabei u.a. auf digitale Maßnahmen, um ihren CO2-Abdruck zu verringern. Die Sonderausgabe des Mittelstand-Digital Magazins zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit stellt einige Methoden und Praxisbeispiele vor, um Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit durch Digitalisierung zu inspirieren. Das Magazin enthält eine Sammlung von 11 Aufsätzen aus unterschiedlichsten Branchen.
Von besonderem Interesse für Bauunternehmen sind dabei folgende vier Beiträge im Magazin:
- Hand in Hand: Wie sich Nachhaltigkeit und Digitalisierung ergänzen (Seite 5): Der Beitrag präsentiert eine mögliche Vorgehensweise, wie Unternehmen entlang der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele nachhaltiges Wirtschaften implementieren und in die Unternehmensplanung einbeziehen können.
- Mit Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit im produzierenden Gewerbe (Seite 19): Der Beitrag berichtet darüber, wie die JÜWO Poroton Werke ihre Mauerziegel-Produktion auf Nachhaltigkeit umgestellt haben, und dabei stets nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit, die Umwelt, im Blick hatten, sondern auch die soziale und die unternehmerische Nachhaltigkeit.
- Ökobilanzierung in KMU: Ein KMU-gerechter Wegweiser in Richtung Klimaneutralität (Seite 25): Der Beitrag behandelt die Vorgehensweise bei der Erstellung einer Ökobilanz in KMU, erläutert die Begriffe Scope 1, 2 und 3 und gibt Beispiele für nachhaltige Maßnahmen zur Reduzierung der entsprechenden Emissionen.
- Nachhaltig produzieren mit Methode – das Internet of Production als strategische Referenzarchitektur für mittelständische Unternehmen (Seite 41): Der Beitrag befasst sich mit dem Nachhaltigkeitsreifegrad der RWTH Aachen und den Möglichkeiten im Unternehmen, nachhaltiger zu werden.
Die Artikelsammlung gibt außerdem einen guten Überblick über die verschiedenen Themen der Mittelstand-Digital-Zentren in ganz Deutschland sowie über die Informations- und Qualifizierungsangebote der rund 150 Anlaufstellen.
Oft herrscht die Ansicht, dass die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit auch mit einer Umstellung des gesamten Geschäftsmodells verbunden sein muss und hohen Aufwand nach sich zieht. Die Praxisbeispiele des Magazins belegen hingegen: Nicht immer sind Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit hohen Investitionen verbunden – vielmehr wirken sie sich sogar förderlich auf die Unternehmensbilanz aus. Ob Ressourceneinsparungen durch Kreislaufwirtschaft, Effizienzsteigerungen durch digitale Systeme oder mehr Transparenz in den Lieferketten – in der Regel ist mehr Nachhaltigkeit durch digitale Technologien eine Win-Win-Situation für alle.
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