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03.07.2026
Digitalisierung

Vorsicht vor gefälschten ChatGPT-Störungsmeldungen: So schützen Sie sich vor Malware

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weist im Newsletter „Einfach Cybersicher“ auf Betrug mit ChatGPT hin. Auch CHIP berichtet über eine neue Betrugsmasche, bei der Cyberkriminelle die Vertrauenswürdigkeit bekannter KI-Dienste ausnutzen.

Wie die Betrugsmasche funktioniert

Laut CHIP werden Nutzerinnen und Nutzer über Google-Anzeigen auf eine täuschend echt wirkende ChatGPT-Seite gelockt. Dort erscheint angeblich eine Störungsmeldung: Die Webseite sei wegen hoher Auslastung vorübergehend nicht erreichbar. Als Alternative wird der Download einer Desktop-App empfohlen.

Genau hier liegt die Gefahr: Wer auf den Download-Button klickt, wird auf eine externe Webseite weitergeleitet, die wie ein offizielles OpenAI-Downloadportal aussieht. Dort werden vermeintliche Installationsdateien für Windows oder macOS angeboten. Tatsächlich können diese Dateien jedoch Schadsoftware enthalten.

Besonders tückisch ist, dass die Masche nicht sofort wie klassisches Phishing wirkt. Die Angreifer nutzen den Namen ChatGPT, vertraut wirkende Designs und eine scheinbar plausible Störungssituation. Je nach Art des Schadprogramms können Angreifer dabei Daten ausspähen, Passwörter stehlen, weitere Schadsoftware nachladen oder Geräte unbrauchbar machen. Auch Ransomware, also Erpressungssoftware, gehört zu den bekannten Bedrohungen: Dabei werden Dateien verschlüsselt und erst gegen Lösegeld angeblich wieder freigegeben.

Das BSI erklärt auf seiner Informationsseite zu Schadprogrammen, dass grundsätzlich alle vernetzten Geräte oder Geräte mit Schnittstellen betroffen sein können. Dazu zählen Computer, Smartphones, Tablets und andere internetfähige Systeme.

Woran Sie gefälschte ChatGPT-Downloads erkennen können

Achten Sie besonders auf diese Warnsignale:

Eine Webseite fordert Sie plötzlich auf, eine App herunterzuladen, obwohl Sie eigentlich nur ChatGPT im Browser nutzen wollten. Die Meldung erzeugt Zeitdruck oder suggeriert, dass der Dienst nur über einen Download weiter nutzbar sei. Der Download führt auf eine fremde oder ungewöhnliche Domain. Die Webseite sieht zwar offiziell aus, aber die Adresse passt nicht eindeutig zum Anbieter. Oder es werden Installationsdateien angeboten, obwohl Sie nicht gezielt nach einer offiziellen App gesucht haben.

Grundsätzlich gilt:

  • Laden Sie Programme nur über offizielle Webseiten oder vertrauenswürdige App-Stores herunter. Klicken Sie nicht auf Downloadlinks aus Anzeigen, E-Mails, Messengern oder unerwarteten Störungsmeldungen. Rufen Sie bekannte Dienste direkt über gespeicherte Lesezeichen oder durch manuelle Eingabe der Adresse auf. Verlassen Sie sich nicht blind auf Suchanzeigen.
  • Prüfen Sie jede Downloadseite sorgfältig. Achten Sie auf die Webadresse, Schreibfehler, ungewöhnliche Weiterleitungen und fehlende Anbieterinformationen.
  • Halten Sie Betriebssystem, Browser und Sicherheitssoftware aktuell. Updates schließen bekannte Sicherheitslücken und reduzieren das Risiko einer Infektion.
  • Installieren Sie keine Software aus unklaren Quellen. Wenn eine Webseite Sie unerwartet zu einem Download drängt, brechen Sie den Vorgang ab.
  • Nutzen Sie Backups. Regelmäßige Datensicherungen helfen, wichtige Dateien wiederherzustellen, falls ein Gerät doch infiziert wird.
  • Seien Sie skeptisch bei Störungsmeldungen. Eine echte technische Störung ist kein Grund, sofort eine unbekannte Datei herunterzuladen.

Was tun, wenn Sie bereits geklickt oder etwas installiert haben?

Trennen Sie das betroffene Gerät nach Möglichkeit vom Internet. Führen Sie einen vollständigen Virenscan durch. Ändern Sie wichtige Passwörter von einem sauberen, nicht betroffenen Gerät aus. Prüfen Sie Onlinekonten, E-Mail-Postfächer und Zahlungsdienste auf ungewöhnliche Aktivitäten.

Wenn berufliche Daten betroffen sein könnten, informieren Sie sofort die zuständige IT-Abteilung. Bei finanziellen Schäden oder konkretem Betrugsverdacht sollten Sie zusätzlich Ihre Bank kontaktieren und Anzeige erstatten.

Ihre Ansprechpartnerin:

Anna Weisheim

Innovation und Nachhaltigkeit

Telefon: 069 / 958 09-550
E-Mail: weisheim@bgvht.de

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