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11.12.2025
Pressemitteilungen

Die hessische Bauwirtschaft zum Jahresende – zwischen Beharrlichkeit und Optimismus

Baugewerbe glaubt an Zukunft und hält an Beschäftigten fest

Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbU) sieht zum Jahresende eine angespannte, aber stabile Gesamtlage. Das zeigt die Auswertung der hessischen Beteiligung an der vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) durchgeführten Herbstumfrage.

Demnach werten 43 % der teilnehmenden Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als befriedigend, 42% als schlecht und lediglich 14 % als gut. Die Zahlen zeigen, ein großer Anteil der Gewinne wird mittlerweile im Bestand erwirtschaftet. 41 % der Betriebe erzielen ihre Gewinne überwiegend in der Sanierung, 32 % sowohl im Neu- als auch im Bestandsbau.

VbU-Präsident Thomas Reimann betont: „Die Verteilung der Umsätze verdeutlicht: Die Bauwirtschaft hat sich im Tagesgeschäft an die derzeitigen Marktbedingungen angepasst. Die Leistungsfähigkeit ist nach wie vor vorhanden.“

Bei den Auftragsbeständen zeigt sich ein differenziertes Bild: 47 % der Unternehmen bewerten ihre Auftragslage als zu gering, nur 13 % sprechen von einer guten Auftragslage. Dabei bestehen zwischen den Sparten deutliche Unterschiede.

Im Wohnungsbau halten 27 % der befragten Unternehmen ihre Aufträge für ausreichend, 47 % für zu gering.Im Straßenbau ist das Verhältnis anders. Hier halten 56 % die Aufträge für ausreichend, 36 % für zu niedrig. Eine gute Auftragslage gaben 14 % im Hochbau und 7 % im Straßenbau an.

Trotz der belastenden Marktbedingungen gibt es positive Entwicklungen: 73 % der Unternehmen hielten ihre Beschäftigtenzahl im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil. 17 % wollen 2026 ihre Beschäftigtenzahl erhöhen, 72 % sie zumindest halten.

„Dass so viele Betriebe ihren Personalstand aufrechterhalten, zeigt die enorme Verantwortung der Bauunternehmen gegenüber ihren Beschäftigten. Gleichzeitig ist es ein klares Signal: Unsere Branche glaubt an die Zukunft“, so Thomas Reimann.

Bei den Gründen für die Behinderung der Bautätigkeit zeichnet sich ein klares Bild. 57 % der Unternehmen nennen den Arbeitskräftemangel, sowohl bei Fach- als auch bei Hilfskräften, als größten Engpass. Dahinter folgen fehlende Aufträge (49 %). Die Verzögerung von Genehmigungen wird von 33 % als Grund genannt.

„Die Umfrageergebnisse zeigen neben den großen Herausforderungen auch die Stärke unserer Unternehmen. Doch es braucht Impulse, die sich in konkrete Projekte umsetzen lassen. Die Mittel aus den Sondervermögen müssen schnell umgesetzt und bürokratische Bremsen gelöst werden“, kommentiert Reimann abschließend.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Lena Brucato

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 069 / 9 58 09-222
E-Mail: brucato@bgvht.de

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