
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Ergebnisse der Sonderumfrage „Finanzierung und Nachhaltigkeit“ (Herbst 2025) veröffentlicht. Wir informieren über die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage:
- Mehr als ein Fünftel der Handwerksbetriebe investierte in den 12 Monaten vor der Befragung in Maßnahmen, die auf Energie- und Ressourcenschonung ausgerichtet sind oder die die Nachhaltigkeit der Betriebe verbessern. Dabei nutzten die Betriebe vorwiegend Eigenmittel. Wenn externe Finanzierungen (22 %) genutzt wurden, handelte es sich meist um Bankenfinanzierungen, öffentliche Förderprogramme oder Leasing. Der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle spielte keine Rolle.
- Nachhaltigkeitsdaten werden üblicherweise nur dann systematisch aufbereitet, wenn Dritte, meistens Kunden, diese anfordern. Hintergrund ist der hohe bürokratische Aufwand, den Betriebe für die Datenerfassung betreiben müssen. Alarmierend ist der Anteil der Betriebe, die den Aufwand für die Zusammenstellung der geforderten Nachhaltigkeitsinformationen als nicht leistbar einschätzten und deshalb bereits einen Auftrag verloren haben bzw. bei denen ein Kreditvertrag nicht zustande kam.
- Der Vergleich zwischen der Anzahl der Betriebe, die in ressourcenschonende und nachhaltige Maßnahmen investiert haben und denen, die Aufforderungen zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsdaten erhalten haben, zeigt, dass Handwerksbetriebe auch dann in Nachhaltigkeit investieren, wenn sie keine Nachhaltigkeitsdaten erheben.
Den detaillierten Ergebnisbericht der ZDH-Umfrage finden Sie im Anhang.
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